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„Echo hilft“ und der Verein sagt Danke: Unterstützung gibt Kraft

Hoffnung geben.

Hoffnung geben. Das war die Devise zu Beginn der Aktion „Echo hilft“. Wenn wir jetzt zurückschauen auf die Ergebnisse, hat „Echo hilft“ dieses Versprechen eingelöst. Krebskranke und chronisch kranke Kinder – so meint man – sind arme und bedauernswerte Geschöpfe. Wir haben in den vergangenen Jahren und erst recht in den letzten Monaten auch eine andere Erfahrung gemacht. Nicht nur die Angst, sondern auch Freude und Hoffnung sind Begleiter einer schweren Erkrankung und es sind besonders die Kinder, die uns dies mit strahlenden Gesichtern immer wieder bestätigen. Diese Kinder machen uns, den Erwachsenen, Mut und spornen die Motivation zum Helfen an.
Das wunderbare Gefühl, von so vielen Bürgern in Darmstadt und Umgebung unterstützt zu werden, macht ihnen und ihren Angehörigen Mut, nicht zu verzweifeln, sondern den Kampf aufzunehmen und trotz ungewisser Zukunft daraus Kraft zu tanken.
Wir vom Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder sind glücklich über alle Zuwendungen und auch wir werden uns jetzt mit neuer Kraft all den Projekten widmen, die den kranken Kindern mit ihren Familien das Leben erleichtern. Am Anfang steht der Ausbau unseres neuen Hauses, das in dieser Zeitung vorgestellt wurde. Wir hoffen, dass die Betroffenen hier eine Auszeit und auch viele schöne Momente erleben können. Aber damit ist noch kein Ende erreicht, denn in unseren Köpfen stecken noch eine Reihe von Ideen zum Helfen, die sich entwickeln müssen.
Mir bleibt daher zum Abschluss der Aktion allen Spendern, allen aktiv Beteiligten, Befürwortern und Mitwirkenden und den ECHO Zeitungen ein großes „Danke“ auszusprechen im Namen des Vorstandes des Vereins.
Jutta Buchhold, 1. Vorsitzende

„Echo hilft“: Hoffnung geben

Krebs ist ein furchtbarer Feind. Er zerstört Hoffnungen, Träume, Zukunftspläne. Die Diagnose hebt die Welt aus den Angeln. Sie beendet den Alltag und verabschiedet die Normalität. Eine Leidenszeit beginnt, die Jahre dauern kann. Nicht nur für den Kranken, auch für die Familie. Angst wird zum unerwünschten, aber ständig präsenten Begleiter. Ich weiß, wovon ich hier schreibe.

Jeder, der eine solche Diagnose als Betroffener oder naher Angehöriger verkraften muss, kennt das Gefühl, dass eine Krankheit plötzlich das Leben beherrscht. Die Freude wird in dieser Zeit zum seltenen Gast. Dunkelheit hüllt die Tage ein – auch wenn draußen die Sonne scheint.
Krebs bei einem älteren Menschen ist schlimm. Genau wie eine unheilbare Krankheit. Doch der Gedanke tröstet, dass er Zeit gehabt hat. Mein Vater hatte eine Chance, das Leben zu entdecken.

Krebs bei einem Kind ist ein Gedanke, der kaum zu ertragen ist, und ich bin heilfroh, dass ich dies noch nie erleben musste. Doch es hilft nicht, sich der Vorstellung zu entziehen. 1800 Kinder, die nicht älter als 15 Jahre sind, erkranken laut Deutscher Krebshilfe in Deutschland jährlich an Krebs. Etwa die Hälfte der kleinen Patienten leidet an Leukämie oder Tumoren des Lymphgewebes. Wie, frage ich mich, überstehen die betroffenen Familien diese schreckliche Zeit? Es gibt aus meiner Sicht nur eine Antwort: Hoffnung!
Die gute Nachricht ist: Die Heilungschancen haben sich in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert. 80 Prozent aller erkrankten Kinder überleben.
Nicht auf Heilung, nur auf Besserung dürfen dagegen chronisch kranke Kinder hoffen. Auch hier ist es Hoffnung, die Kraftakte wie durchwachte Nächte oder ständige Krankenhausbesuche erträglich macht. Trotzdem gibt es immer wieder Phasen, in denen Verzweiflung und Mutlosigkeit die Oberhand gewinnen.

Es ist ein Glück, dass es Menschen gibt, die die Kraft haben, durch ihren persönlichen Einsatz zu helfen. Das Leben erträglich zu machen, ist ein Ziel des Vereins für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt. Seine Mitglieder engagieren sich seit über zwanzig Jahren. Sie organisieren therapeutische Unterstützung für betroffene Familien, stellen Kontakte zu Behörden her, machen Krankenhausbesuche und leisten vor allem auch finanzielle Hilfe. Nun zieht die Beratungsstelle in neue Räume und baut sie behindertengerecht um. Staatliche Unterstützung gibt es dafür nicht, deshalb werden Spenden dringend gebraucht.
Das Gute ist: Jeder kann helfen. Es dauert nur fünf Minuten, um einen Überweisungsschein auszufüllen. Jede Spende, egal ob klein oder groß, macht Mut und trägt dazu bei, die Betroffenen aufzufangen und ihnen Hoffnung zu geben. Ich spende. Sie auch?
Ihre
Ilka Ennen
Projektredakteurin