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Medienmeldungen

Das DKFW unterstützt mit 5.000 Euro erneut Projekte des Darmstädter Vereins für krebskranke Kinder

Förderung des neuen Therapie-Angebots Psychomotorik

Krebserkrankungen und auch chronische Krankheiten sind ein hartes Los für jeden, den es trifft, und es nicht leicht, damit umzugehen. Dabei sind oft nicht nur die Erkrankungen als solche, sondern auch die damit verbundenen Ängste ein großes Problem. Insbesondere Kinder brauchen Hilfe, um die mit einer schweren Krankheit verbundenen Ängste auch tatsächlich ausdrücken und verarbeiten zu können.

Der Verein für krebskranke Kinder in Darmstadt bemüht sich seit über 20 Jahren darum, krebskranken und chronisch kranken Kindern neuen Mut zu geben und ihre Lebensqualität zu verbessern. Dabei geht man auch gerne neue Wege, wenn sie Erfolg versprechen. Seit Juni 2012 bietet der Verein Psychomotorik-Stunden für Patientenkinder und Geschwisterkinder an. Über positive Bewegungserlebnisse ohne Leistungsdruck können Blockaden gelöst und neue Entwicklungsprozesse ermöglicht werden.

Für dieses neue Therapie-Angebot, das von den Krankenkassen nicht bezahlt wird, wurde eine Fachkraft für Psychomotorik engagiert. Die damit verbundenen Personalkosten werden vom DKFW für das erste halbe Jahr übernommen. Zusätzlich stellt das Deutsche Kinderförderwerk finanzielle Mittel zur Anschaffung benötigter Arbeitsmaterialien, Spielgeräte und Hilfsmittel, wie zum Beispiel eines Mattenwagens, bereit.

Frau Stahlecker, Familientherapeutin und Organisatorin der Projekte im Verein: „Wir freuen uns sehr, dass uns das Deutsche Kinderförderwerk bei der Einführung eines zusätzlichen Therapie-Angebots erneut unterstützt.“

Das DKFW fördert bundesweit Projekte mit der Zielsetzung, schwer kranken und in Not geratenen Kindern und deren Familien in ihrer schwierigen Situation zu helfen. Kindgerechte Ausstattung in Kinderkliniken und Elternhäusern, psychologische und pädagogische Betreuung während und nach der Behandlung, neue Therapieformen und Forschungsprojekte sind nur einige der Themen, denen sich das Deutsche Kinderförderwerk widmet.

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie bitte mit:

DKFW Deutsches Kinderförderwerk e.V.

Lampertsgraben 18, 35576 Wetzlar

Tel.: 06441-870 006; Fax: 06441-870 009;

E-Mail: kontakt@dkfw.de

 

Öffentlichkeitsarbeit DKFW:

Ulla Riedner, Tel.: 06044 – 966 801

E-Mail: mail@ulla-riedner.de

 

Weitere Informationen finden Sie auch auf der homepage: www.dkfw.de

Drei Viertel der an Krebs erkrankten Kinder werden geheilt

MÜNSTER. Die Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern hat Ärzten zufolge deutliche Fortschritte gemacht. Inzwischen könnten rund 75 Prozent der Erkrankten geheilt werden, gab die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages in Münster bekannt. Noch vor 50 Jahren habe es höchstens für ein Fünftel der an Krebs erkrankten Kinder eine Heilungschance gegeben.

Den Angaben der Gesellschaft zufolge erkranken derzeit in Deutschland jährlich rund 1 800 Kinder an einem bösartigen Tumor. Das entspreche einer Erkrankungsrate von einem Kind je 500 Kinder. Bundesweit gebe es mehr als 25 000 junge Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend erfolgreich wegen einer Krebserkrankung behandelt worden seien.

Allerdings hätten die Betroffenen auch nach dem Ende der Therapie häufig noch mit Spätfolgen zu kämpfen. Dazu gehörten neurologische und hormonelle Störungen, unerfüllte Kinderwünsche, Herzbeschwerden und andere Organschäden, in seltenen Fällen auch eine zweite Krebserkrankung.

Vor diesem Hintergrund forderte die Gesellschaft, die Erfahrungen mit Spätfolgen im Erwachsenenalter stärker auf die Behandlungsmethoden für an Krebs erkrankte Kinder zu beziehen. Wegen fehlender Daten über Patienten, die dem Kindesalter entwachsenen seien, sei dies aber nicht immer möglich. Notwendig seien daher neue Verknüpfungen zwischen der Erwachsenenmedizin und den kinderonkologischen Studienzentralen. (Quelle Deutsches Ärzteblatt)

Erfahrungen mit Morbus Hodgkin

BONN (eb). Jährlich erkranken etwa 1800 Menschen in Deutschland neu an M. Hodgkin. Das neue Video der Deutschen Krebshilfe „Morbus Hodgkin – Eine gemeinsame Reise“ begleitet eine Gruppe von Betroffenen und ihre Angehörigen auf einem Segeltörn, während dessen sie über ihre Erfahrungen mit der Krankheit berichten.

Ergänzt werden diese Einblicke durch allgemeinverständliche Erläuterungen der medizinischen Fakten. Das 36-minütige Video gibt es für 10 Euro bei der Deutschen Krebshilfe, Fax: 02 28 / 7 29 90 11.

Ernährungshotline für Krebskranke

BAD AACHEN (ddp). Die Ernährung hat bekanntlich einen großen Einfluss auf den Erfolg einer Krebstherapie. Nach Angaben der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen haben gut ernährte Krebspatienten mehr Aussicht auf Heilung als mangelernährte Krebskranke. Sprecher Sven-David Müller verwies darauf, dass eine Ernährungstherapie auch die Lebensqualität der Betroffenen verbessern könne.

Zur individuellen Beantwortung der Fragen von Krebspatienten und ihren Angehörigen hat die Gesellschaft einen kostenlosen telefonischen Beratungsdienst eingerichtet:

Telefon-Nummer 0241-96 10 311. Die Hotline ist werktags von neun bis 15 Uhr frei geschaltet.
Weitere Informationen im Internet unter www.ernaehrungsmed.de

Auf ihrem Lieblingspferd fühlen sich die Patienten plötzlich ganz leicht

Krebskranke Kinder verbringen auf einem Reiterhof in Hessen „Urlaub vom Schmerz“ / Arzneimittel-Hersteller Grünenthal finanziert die Freizeit
von Heidi Niemann

„Mit einer Hand stützt sich Frank am Rollstuhl ab. Mit der anderen hat er den Striegel gefasst und streicht damit immer wieder sorgfältig über das Fell des Pferdes. An Franks strahlendem Gesicht kann man ablesen, dass die kreisförmigen massierenden Bewegungen nicht nur dem Reittier gefallen. Auch für den Jungen ist dies eine Art „Wellness-Programm“.

Den anderen Kindern geht es ebenso: Sie sind jeden Morgen begeistert dabei, wenn es darum geht, die Pferde für die täglichen Reitstunden zu präparieren. Eine Woche lang verbringen die 18 Kinder auf dem Reiterhof Hirschberg im nordhessischen Großalmerode einen unbeschwerten „Urlaub vom Schmerz“. Die meisten Kinder sind Patienten der onkologischen Stationen der Universitätskinderkliniken in Köln und Bonn, einige von ihnen werden auch von ihren Geschwistern begleitet.

Für die Mädchen und Jungen im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren ist der Aufenthalt auf dem idyllischen Reiterhof entspannend und aufregend zugleich. Hier können sie so viel unternehmen und erleben, dass sie die anstrengenden Klinikaufenthalte und Therapien vergessen, die sie vorher hinter sich gebracht haben. Eingeladen zu der Freizeit hat sie der Aachener Arzeimittel-Hersteller Grünenthal GmbH. Seit über zehn Jahren finanziert das Unternehmen diese Reiterfreizeiten für krebskranke Kinder und produziert damit jeden Sommer eine Woche Glück. Betreut werden die Kinder während ihres Aufenthalts auf dem Reiterhof von drei Krankenschwestern, einem Zivildienstleistenden, zwei Erziehern und einem Sozialarbeiter. Vor allem der Kontakt mit den vielen Tieren auf dem Hof begeistert die Kinder. Auch wenn die Pferde das absolut „Größte“ sind, haben sie auch andere Hofbewohner in ihr Herz geschlossen und freuen sich riesig, dass sie zum Beispiel die Schweine füttern dürfen. „Das ist immer einer der Höhepunkte des Tages“, erzählt Erzieherin Andrea Tepe. Außer einem Hund, mehreren Katzen und Kaninchen sind auch ein Kamel, ein Lama und ein Pfau auf dem Gelände. Besonders beliebt sind die Meerschweinchen. Deren Stall ist so konstruiert, daß sich in dem einen Teil bis zu vier Kinder mit hineinsetzen können. Wenn nicht gerade Reitstunden auf dem Programm stehen, ist der Stall fast immer von den Kindern „belegt“. Wenn es den Meerschweinchen zu viel wird, können sie sich in den anderen Teil des Stalles flüchten. Im Mittelpunkt stehen aber die vielen Pferde. Vom kleinen Pony bis zum großen Reitpferd ist alles vertreten. Alle Pferde sind an Kinder gewöhnt. Die Betreuer staunen immer wieder über die Unbefangenheit, mit der die Kinder mit den Tieren umgehen: „Sie haben überhaupt keine Angst vor den Pferden“, sagt Sozialarbeiter Matthias Vogt. Auch keine Berührungsängste.

Elmar und Richard zum Beispiel pulen ausgiebig die Klümpchen heraus, die sich in dem Schweif des Pferdes angesammelt haben, das sie sich für die heutige Reitstunde ausgesucht haben. Katrin und Lea, zwei kleine Mädchen mit blonden Zöpfen, probieren stattdessen ihre Flechtkunst an der Mähne eines Ponys aus.

Auch wenn sie in anderen Bereichen vielleicht weniger ordentlich sind: Beim Putzen der Pferde strengen sich alle Kinder an, striegeln das Fell und kratzen die Hufe aus. „Da ist ja gar nichts drinne“, ruft Hanna fast ein wenig enttäuscht, weil sich bei ihrem Pferd kein Dreck angesammelt hat. Beim Aufsatteln der Pferde und Anlegen des Zaumzeugs helfen die Betreuer und die Reitlehrerin mit. Nachdem auch die letzten jungen Reiter ihre Helme aufgesetzt haben, führen immer zwei Kinder ihr Pferd zum Reitunterricht.

Wegen des schlechten Wetters können sie diesmal nur in der Halle trainieren. Eifrig befolgen sie die Anweisungen der Reitlehrerin: „Gerade sitzen und Abstand halten, und nur die Zehenspitzen sind in den Steigbügeln!“

Auch Frank, der Junge aus dem Rollstuhl, sitzt jetzt im Sattel und strahlt über das ganze Gesicht. Er genießt den warmen Rücken und die Bewegungen des Pferdes unter sich. Als das Kommando kommt „Arme nach oben strecken!“, hebt er die Arme himmelwärts. Dann kommt die Übung „Arme zur Seite“. Mit den ausgebreiteten Armen sieht er jetzt fast so aus, als würde er fliegen – ein Gefühl von Leichtigkeit nach einer schweren Zeit.“
(Quelle Ärztezeitung Juli 2004)

Stammzelltransplantation aus Blut oder Knochenmark – risikoreiche Therapie mit Heilungschancen

Mit den üblichen medikamentösen Behandlungen ist bei akuten Leukämien nur bei einem Teil der Patienten, bei chronischen Leukämien nie eine dauerhafte Heilung zu erreichen. Das liegt daran, dass die Mengen an Zytostatika, die der Patient gerade noch vertragen kann, nicht ausreichen, um alle Leukämiezellen abzutöten. Mit einer wesentlich intensiveren Behandlung können die Leukämiezellen und das Knochenmark als Krankheitsherd zwar besser zerstört werden, aber zugleich kommen auch die Blutbildung und die körpereigene Abwehr zum Erliegen. Ohne geeignete Gegenmaßnahmen würden die Patienten unweigerlich an den Folgen sterben. Hier existiert heute ein Verfahren, das es erlaubt, diese Dosisgrenze für Zytostatika zu überschreiten und das bei einigen Patienten die Heilungschancen deutlich erhöhen kann: die Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation. Im Gegensatz zu anderen Transplantationen, etwa von Niere, Herz oder Leber, wird hier nicht ein Organ operativ verpflanzt, sondern es werden Zellen übertragen.

Das Prinzip der Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation beruht darauf, dass der Patient mit Zytostatika und Ganzkörper-bestrahlung so intensiv behandelt wird, dass sein Knochenmark und die Leukämiezellen weitestgehend zerstört werden und eine Unterdrückung des Immunsystems erreicht wird. Dann werden ihm – als Ersatz für das zerstörte Knochenmark – gesunde Stammzellen („Mutterzellen“) der Blutbildung von einem geeigneten Spender oder auch – nach einer intensiven „Reinigung“ – von ihm selbst „transplantiert“.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/leukaemien/stammzelltransplantation.php

Münster: Experten der Kinderkrebsheilkunde im Dialog mit Patienten

Hirntumoren machen in Deutschland mit bis zu 400 Neuerkrankungen jährlich bei Kindern und Jugendlichen etwa 20 Prozent aller bösartigen Erkrankungen aus. „Sie sind nach den Leukämien die zweithäufigste Gruppe an bösartigen Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen. Gerade bei Neugeborenen und Säuglingen gibt es aber noch immer eine gewisse Dunkelziffer“, so Prof. Dr. Michael Frühwald, leitender Oberarzt der UKM-Kinderonkologie und einer der wissenschaftlichen Leiter der Tagung.

Themenschwerpunkte sind neben den einzelnen Krankheitsbildern, Diagnose- und Therapieverfahren auch Bereiche wie Rehabilitation, schulische Integration oder Fragen zum Sozialrecht. Gerade die soziale Unterstützung für die Familien während, vor oder nach einer oft langwierigen Therapie ist neben der medizinischen Versorgung von besonderer Bedeutung. Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es eine offene moderierte Gesprächsrunde.

In Deutschland erkranken jährlich rund 2.000 Kinder und Jugendliche neu an Krebs. Dank großer medizinischer Fortschritte haben heute drei Viertel aller Betroffenen die Chance, wieder gesund zu werden. Der aus Spenden finanzierte Verein für krebs- und chronischkranke Kinder Darmstadt, e.V., steht krebskranken Kindern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite und setzt sich dafür ein, dass durch eine breitgefächerte und gezielte Unterstützung die Heilungschancen und die Lebensqualität krebskranker Kinder verbessert werden.

Passivrauchen: Kinder besser schützen

Zu Beginn der Schwangerschaft rauchen rund 30 Prozent der Schwangeren in Deutschland. Jede 5. raucht während der gesamten Schwangerschaft weiter. Um Eltern noch stärker für die Gesundheitsrisiken zu sensibilisieren, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kindergesundheit die Broschüre „Passivrauchende Kinder in Deutschland – Frühe Schädigung für ein gesamtes Leben“ herausgegeben. „Beim Passivrauchen sind Kinder zahlreichen Stoffen ausgesetzt, von denen mehr als 40 krebserregend sind“, betonte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, bei der Präsentation der Broschüre in Berlin.

Die Publikation ist kostenfrei beim Deutschen Krebsforschungszentrum, Telefon: 06221 423008 oder im Internet unter www.rauchfrei2004.de erhältlich.